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13.10.2016

"Draußen umgeschaut" Okotober / November 2016 - Die Alpen-Heckenrose

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e. V. stellt unter dem Motto „Draußen umgeschaut“ eine Tier- oder Pflanzenart in der lokalen Presse und auf den Internetseiten des LPV beim Landkreis Lindau (Bodensee) vor.

Im Herbst und oft noch im Winter leuchten uns als rote Farbtupfer die Hagebutten so mancherorts entgegen. Daher möchten wir dieses Mal eine unserer etwa 30 heimischen Rosenarten, die Alpen-Heckenrose oder Gebirgs-Rose (Rosa pendulina), vorstellen. Die Alpen-Heckenrose kann bis 2 m hoch werden und besitzt meist nur an den unteren Zweigen gerade Stacheln. Ihre Blätter sind 7-9 zählig und matt grün. Sie blüht je nach Höhenlage von Ende Mai bis Juli rosa bis dunkelrot. Jetzt im Herbst trägt sie ihre schlanken, nach unten hängenden Früchte. Rosa penulina findet man in Bayern vornehmlich in den Alpen und Mittelgebirgen. Sie kommt ab 500 m bis Höhen über 2.000 m vor. Bei uns im Landkreis Lindau ist diese Wildrosenart mit Ausnahme des engeren Bodenseegebiets häufig zu finden. Sie wächst in der Strauchschicht lichter Bergmischwälder und feuchter Täler und Tobel in der Nähe von Bächen oder hoch in Bergen zwischen Grünerlen- und Latschengebüsch.

Die Bezeichnung der Frucht als „Hagebutte“ leitet sich ab vom Mittelhochdeutschen Hag=Gebüsch und Butte=Fass. Deshalb kann man sie wegen ihres sehr hohen Vitamin C –Gehalts auch als kleine „Gesundheitsfässer“ bezeichnen. Sie werden gerne für den Winter getrocknet und dann in Tees zur Stärkung des Immunsystems verwendet. Wenn man die aufwändige Zubereitung nicht scheut, kann man sie zu wohlschmeckenden Marmeladen und Säften verarbeiten. Die Samen in der roten Frucht besitzen Widerhaken. Deshalb können sie, wie viele schon von klein auf wissen, auch als Juckpulver eingesetzt werden. Aber nicht nur wir Menschen schätzen Hagebutten. Viele Vögel und Wildtiere dienen Hagebutten, die sehr lange am Strauch hängen bleiben, als Nahrungsquelle in den Wintermonaten.

Quelle: www.infoflora.ch/de/flora/992-.html www.kraeuter-verzeichnis.de Dörr E. & Lippert W. (2004): Flora d

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