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01.12.2016

Ankündigung von Pflegemaßnahmen des Landschaftspflegeverbandes Lindau-Westallgäu

Gehölzentnahmen im Naturschutzgebiet »Wasserburger Bucht«

Das Naturschutzgebiet „Wasserburger Bucht“ ist eine der wenigen erhaltenen Kostbarkeiten unserer Natur- und Kulturlandschaft direkt am Bodensee. Neben bunt blühenden Streuwiesen gehören zum Schutzgebiet auch brach gefallene Streuwiesen, ungenutzte Schilfröhrichte, Anlandungsbereiche und Wasserzonen am See. Die umzäunten Röhrichte und die Uferzone mögen für so manchen Betrachter „wild“ ausschauen, doch sind solche ungenutzten und beruhigten Bereiche, für so manches Tier Rückzugsort: im Schilf brütet der Teichrohrsänger, im Flachwasser ruhen Haubentaucher und verschiedene Enten, Watvögel suchen in der Uferzone nach Nahrung. Die Ringelnatter findet ebenfalls ein zu Hause. Die hier noch gepflegten bunt blühenden Streuwiesen mit Sibirischer Schwertlilie, Großem Wiesenknopf oder Duftlauch erfreuen nicht nur die Einheimische und Erholungssuchende, sondern sind erhaltenswerter Teil unserer traditionellen Kulturlandschaft.

Vor etwa 70 Jahren ging die Röhrichtvegetation in der „Wasserburger Bucht“ noch in einen gemähten und gehölzfreien Streuwiesengürtel über. Heute liegen diese Streuwiesen im Anschluss an den natürlichen Röhrichtgürtel brach und sind größtenteils verbuscht. Nun soll begonnen werden, Gehölze und Gebüsche auf den ehemals genutzten Streuwiesenbereichen zu entfernen. Die Pappelallee direkt am Fuß- und Radweg wird erhalten bleiben. Die Arbeiten sollen in drei Abschnitten über drei Jahre erfolgen. Voraussichtlich ab der kommenden Woche sollen die Gehölzentnahmen im ersten Abschnitt beginnen. Die Durchführung der Maßnahmen jetzt in der kalten Jahreszeit soll sicherstellen, dass Tiere möglichst wenig gestört werden. Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e.V. hat die Trägerschaft für dieses Projekt übernommen. Die Kosten werden zu 90% über das Bayerische Landschaftspflegeprogramm gefördert. Der Verein trägt den Rest der Kosten. Langfristig soll versucht werden, die Streuwiesenmahd hier wieder aufleben zu lassen.

 

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