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07.03.2016

"Draußen umgeschaut" März 2016 - Das Frühlings-Hungerblümchen

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e. V. stellt unter dem Motto „Draußen umgeschaut“ monatlich eine Tier- oder Pflanzenart in der lokalen Presse und auf den Internetseiten des LPV beim Landkreis Lindau (Bodensee) vor.

Wenn man sich umschaut, findet man selbst an Stellen, wie in den Ritzen zwischen Pflastersteinen, kleine unscheinbare Pflänzchen, die bei näherer Betrachtung hübsch anzusehen sind. Ein Beispiel dafür ist das einjährige Frühlings-Hungerblümchen (Erophila verna). Es gehört wie Raps, Rettich oder Wiesenschaumkraut zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Namensgebend für die Familie sind vier Kronblätter, die kreuzförmig stehen. Auch das Frühlings-Hungerblümchen besitzt vier weiße, tief zweigeteilte Kronblätter. Es wird nur 3–15 cm groß und blüht von Februar bis in den Mai hinein. Das Frühlings-Hungerblümchen wird nur selten von Insekten besucht. Es bestäubt sich meist selbst. Nach der Bestäubung bildet es kleine elliptische Schötchen mit winzigen Samen aus, die so leicht sind, dass sie mit dem Wind ausgebreitet werden. Wenn die Samen an einer geeigneten Stelle angekommen sind, keimen sie innerhalb weniger Tage und bilden eine Rosette mit ungeteilten Laublättern aus, mit der es dann auch überwintert.

Seinen Namen „Frühlings-Hungerblümchen“ trägt es zu Recht, schließlich blüht es zum einen im Frühjahr und wächst zum anderem auf nährstoffarmen, trockenen Böden. Man findet es deshalb häufig an mageren Böschungen und Weiden, auf Eisenbahngeländen, in Parkanlagen, den Ritzen zwischen Pflastersteinen oder Kies. Das lichtliebende Frühlings-Hungerblümchen ist hier bei uns im Landkreis vor allem am Bodensee weit verbreitet, im Westallgäu ist es deutlich seltener. Im Bergland kommt es bin in Höhen von 1.000 m vor.

Quelle: Encyclopedia of Life: http://www.eol.org Fischer A., Oswald K., Adler W.(2008): Exkursionsflora für

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