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01.10.2015

"Draußen umgeschaut" Oktober 2015 - Die Besenheide

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e. V. stellt unter dem Motto „Draußen umgeschaut“ monatlich eine Tier- oder Pflanzenart in der lokalen Presse und auf den Internetseiten des LPV beim Landkreis Lindau (Bodensee) vor.

Viele kennen wohl unsere Art des Monats Oktober, das Heidekraut (Calluna vulgaris). Man kann sie schon von weitem gut in unseren Mooren erkennen. Sie wächst oft ist größeren Gruppen, die violett-rosa blühen. Die Besenheide hat eine lang andauernde Blütezeit von Juli bis in den November hinein. Der meist bis zu einem halben Meter hohe, immergrüne Zwergstrauch kann bis 40 Jahre alt werden. Die Besenheide mag viel Sonne und bevorzugt nährstoff- und basenarme Standorte auf sauren Böden. Daher findet man die häufige und in ganz Bayern verbreitete Art vor allem in Hoch- und Übergangsmooren wie dem Degermoos, den Trogener Mooren oder im Hagspielmoor. Für zahlreiche Insekten ist sie wichtige Nahrungsquelle. Im Frühjahr und Sommer werden die schuppenförmigen Blätter von verschiedenen Schmetterlingsraupen gefressen. Zur Blütezeit lassen sich Falter und Bienen den Nektar schmecken.

Der Name Calluna kommt vom griechischen Wort "kallyno", was so viel heißt wie reinigen oder fegen. In früheren Zeiten wurde aus der Pflanze Besen hergestellt. Aber auch in der Volksmedizin wurde die Besenheide, als blutreinigendes Mittel, eingesetzt. Heute ist die Besenheide mit vielen gezüchteten Sorten eine beliebte Zierpflanze.

Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Europa. Schottische Einwanderer brachten die Art im 19. Jahrhundert nach Kanada. Von dort hat sie sich bis in den Norden der USA ausgebreitet. In jüngerer Zeit wurde sie auch in Neuseeland eingeschleppt. Dort hat sie sich als invasive Pflanzenart mittlerweile zum Problem für die heimische Flora entwickelt.


Der Landschafspflegeverband Lindau-Westallgäu ist ein gemeinnütziger Verein der sich der Erhaltung und Pflege unserer heimischen Kulturlandschaft widmet. Der Vorstand setzt sich in „Drittelparität“ aus Vertretern der Kommunen, der Naturschutzverbände und der Landwirtschaft zusammen. So können gemeinsam und im Konsens Arbeiten i. S. des Naturschutzes mit den Landnutzern vor Ort durchgeführt werden. Sie finden die Geschäftsstelle des Landschaftspflegeverbandes im Landratsamt oder erreichen die Geschäftsführerin unter 08382-270381.

Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e.V.

 

Quellen/Literatur:

 

Autor/in: Melanie Schober-Mühlberger und Michaela Berghofer
Quelle: Botanischer Informationsknoten Bayern: http://www.bayernflora.de/de/index.php Bundesamt für Natursc

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