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29.07.2016

Springkraut rupfen im Naturschutzgebiet »Wasserburger Bucht«

Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) stammt dem Himalaja. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst nach England eingeführt. Von hier aus wurde sie in Europa kultiviert, ist verwildert und hat sich seither in unserer Landschaft weit verbreitet. Heute gehört es in Deutschland zu den gebietsfremden Pflanzenarten (= Neophyten), die als etabliert gelten. Per Definition bedeutet dies, dass das Springkraut bereits mehrere Generationen wild lebend vorkommt und sich ohne Zutun des Menschen vermehrt. Ob das Drüsige Springkraut unsere heimische Pflanzenwelt verdrängt, wird in der Wissenschaft sehr unterschiedlich bewertet. Die Art wird in unserer Landschaft mittlerweile oft als lästiges Unkraut betrachtet. In schützenswerten Biotopen kann es aber wichtig sein, das Springkraut an einer weiteren Ausbreitung in ökologisch sensible Bereiche zu hindern. Um es einzudämmen, muss die Bildung von reifen Samen verhindert werden. Dazu muss man die Pflanze rechtzeitig, spätestens bei der Blüte, ausreißen oder abmähen.

In einer gemeinsamen Aktion haben sich am 27. Juli Asylsuchende, Mitglieder des Helferkreises Wasserburg, die Gebietsbetreuung Moore, Tobel und Bodenseeufer im Landkreis Lindau und der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallägu e. V. zusammengefunden, um in Naturschutzgebiet „Wasserburger Bucht“ in der Gemeinde Wasserburg Springkraut zu rupfen. Das Material wurde aus dem Schutzgebiet getragen und gesammelt. Der Einsatz wurde von der Gemeinde, welche den Helfern Arbeitsmaterial und Brotzeit zur Verfügung stellte und auch den Abtransport der entfernten Pflanzen übernahm, unterstützt.

 

 

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