Frauen machen Politik! +++ Landkreis Lindau zieht positives Fazit zu seiner Kampagne für mehr Frauen in der Politik
Lindau (Bodensee) – Der Workshop „Hate Speech – ein Werkzeugkoffer gegen digitale Gewalt“ markierte den vorerst letzten Baustein der Programmreihe „ICH und Kommunalpolitik?!“, die von der Gleichstellungsstelle des Landkreises Lindau (Bodensee) initiiert wurde. Ziel der Kampagne war es, mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen und sie fit für die politische Bühne zu machen. Nun zieht die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Sandra Dalferth gemeinsam mit den Teilnehmerinnen ein positives Fazit.
In den vergangenen Monaten bot die Veranstaltungsreihe „ICH und Kommunalpolitik?!“ ein breites Angebot an Workshops rund um zentrale Fragen, beispielsweise, was kommunalpolitisches Engagement für einen persönlich bedeutet, wie es sich mit Beruf, Familie und Alltag vereinbaren lässt und welche Schritte notwendig sind, um auf den Wahlzettel zu kommen. Außerdem wurde erarbeitet, wie die Kandidatinnen ihre politischen Inhalte, Werte und Stärken sichtbar machen können. Dabei konnten sie sich austauschen, Netzwerke knüpfen, persönliche Ressourcen stärken und sich gegenseitig Mut machen.
Der Abschlussworkshop „Hate Speech – ein Werkzeugkoffer gegen digitale Gewalt“ in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS) Lindau rückte die digitale Sichtbarkeit in den Fokus. Digitale Gewalt wie Beleidigungen, Bedrohungen oder der Missbrauch von Persönlichkeitsrechten betrifft viele Menschen des öffentlichen Lebens. Die Veranstaltung vermittelte konkrete Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Angriffen sowie zu praktischen und rechtlichen Schritten. Kooperationspartner war die Organisation HateAid, die Betroffene durch gezielte Beratung und Strategien im Umgang mit digitaler Gewalt unterstützt.
Positives Fazit zum Ende der Kampagne gab es seitens der Teilnehmerinnen der Veranstaltungen. „Ich fühle mich durch die Veranstaltungen des Landkreises gut informiert und vorbereitet. So konnte ich mein Profil schärfen und mir noch einmal selbst klar darüber werden, was meine Stärken sind und welche politischen Schwerpunkte und Themen mir am Herzen liegen“, resümiert beispielsweise Heike Horst, die einen Großteil der Angebote wahrgenommen hat und nun sowohl für den Stadtrat Lindau als auch für den Kreistag kandidiert.
„Die Veranstaltungsreihe "ICH und Kommunalpolitik?!" hat mich mit anderen politisch interessierten Frauen zusammengebracht, die sonst wahrscheinlich nicht zusammengefunden hätten. Für mich war neben den fachlichen Vorträgen und Workshops der Austausch mit Gleichgesinnten am wertvollsten.“ resümiert Christina Potzmann, die nun für den Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Weißensberg kandidiert. „Das wiederholte Treffen hat dazu beigetragen, dass das anfängliche Interesse an politischem Engagement gereift ist und man durch die anderen Teilnehmerinnen darin bestärkt und motiviert wurde, so dass sich einige erst wirklich für eine Kandidatur entschieden haben“, so Potzmann weiter.
Dies unterstreicht auch Janine Stumpf, die für den Gemeinderat Sigmarszell kandidieren wird: „Mir ist noch einmal deutlich geworden, wie wirkungsvoll man im Austausch mit anderen – nicht nur im politischen Kontext – sein kann, wenn man seine weiblichen Stärken nicht zurückhält, sondern selbstbewusst lebt.“
„Es freut mich sehr, dass einige tatkräftige Teilnehmerinnen unserer Fortbildungen nun auf den Listen für die anstehenden Kommunalwahlen am 8. März 2026 zu finden sind und dass unsere Kampagne die Entscheidungen, sich aktiv für die Kommunalpolitik zu engagieren, positiv beeinflusst hat.“, freut sich die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Lindau, Sandra Dalferth, über die Zielerreichung ihrer Kampagne.
Aus den Reihen der Seminarteilnehmerinnen geht auch die Bürgermeisterkandidatin für Lindenberg, Claudia Pietschmann, hervor. „Die Kampagne hat mir gezeigt, wie viel Kraft und auch Motivation in gemeinsamer Unterstützung steckt. Sie hat mir meinen Weg geebnet und mir den Mut gegeben, als erste Bürgermeisterin für Lindenberg zu kandidieren. Ich durfte tolle, politisch engagierte Frauen kennenlernen, die mit erstaunlicher Begeisterung für ihre Ideen einstehen.“
Einig sind sich die Frauen darin, dass der gemeinsame Austausch und das Vernetzen untereinander unverzichtbar ist und die geknüpften Kontakte unbedingt auch zukünftig gepflegt werden sollten. So haben zwei Teilnehmerinnen der Kampagne kurzerhand einen Netzwerkstammtisch für politisch interessierte und engagierte Frauen ins Leben gerufen, um sich auch während des anstehenden Wahlkampfs gut austauschen und unterstützen zu können. Das erste Treffen findet am 9. Dezember 2025 um 19.30 Uhr im Gasthof Köchlin in Lindau statt. Hierzu laden die Initiatorinnen Christina Potzmann und Stefanie Pompeuse herzlich ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wer gerne in den Verteiler politisch interessierter und engagierter Frauen aufgenommen werden möchte, um über stattfindende Aktionen informiert zu werden, kann sich gerne bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises Lindau melden.
Kontakt Gleichstellungsstelle des Landkreises Lindau:
Sandra Dalferth
Tel: 08382 – 270 120
sandra.dalferth@landkreis-lindau.de
